Bundespreis Stadtgrün 2020

Der Bundespreis Stadtgrün als Baustein der Umsetzung des „Weißbuchs Stadtgrün“

Mit dem „Weißbuch Stadtgrün“ wurde 2015 vom Bund eine Dokumentation der sozialen, ökonomischen, ökologischen und klimatischen Bedeutung von Stadtgrün vorgelegt. Im Weißbuch wird festgehalten, dass der Wert des Stadtgrüns sowie die Visionen und Zukunftsfelder einer grünen Stadt nur durch umfassende Kommunikation und Information sowie über Bildungsmaßnahmen vermittelt, erklärt und gestärkt werden können.

Als einen zentralen Baustein für die Stadtgrün-Strategie des Bundes wird das Bundesbauministerium daher künftige alle zwei Jahre diesen Bundespreis ausloben. Er ist Instrument zur Stärkung baukultureller Qualitäten im Bauwesen und zugleich der Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Darüber hinaus ist er ein geeignetes Werkzeug, um Engagement auszuzeichnen und zu würdigen.

Ziel des Bundespreises Stadtgrün 2020

Mit dem Bundespreis Stadtgrün soll die vielfältige Bedeutung des öffentlichen Grüns mit seinen zahlreichen Funktionen hervorgehoben werden: den sozialen, integrativen, kulturellen, gesundheitsfördernden, ökologischen, klimatischen, ökonomischen und touristischen Funktionen. Das außergewöhnliche Engagement für urbanes Grün, die hohe Nutzbarkeit bei gestalterischer Qualität, innovative Konzepte und integrierte Planungsansätze in den Städten und Kommunen sollen ausgezeichnet werden. Vorbildlich umgesetzte Praxisbeispiele werden gewürdigt und ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Sie sollen zur Anschauung sichtbar gemacht werden und als Anreiz für zukünftige Projekte wirken. Alleinstellungsmerkmal des Wettbewerbs ist, dass die „Multitalentiertheit“ von Stadtgrün und integrative, transdisziplinäre Projekte im Vordergrund stehen. Dieser Fokus ist deutschlandweit und europaweit bisher einmalig.

Auslober

Der Bundespreis Stadtgrün wird vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) ausgelobt.

Wettbewerbsart

Der Bundespreis Stadtgrün ist eine Auszeichnung für Projekte in vier Kategorien und wird 2020 zum ersten Mal ausgelobt. Es handelt sich um einen einstufigen Einreichungswettbewerb, d.h. die Teilnehmenden selbst wählen realisierte Projekte für die Einreichung zum Bundespreis aus.

Teilnahme

Der Bundespreis Stadtgrün richtet sich an deutsche Städte und Gemeinden aller Gemeindegrößenklassen ab 3.000 Einwohner sowie Städte- und Gemeindekooperationen mit einem verbindenden Projekt. Teilnahmeberechtigt sind Bewerbergemeinschaften, zu denen immer mindestens eine für das öffentliche Grün zuständige Institution gehören muss, die die Federführung der Einreichung übernimmt. Ausgezeichnet werden nicht die einreichenden Stellen, sondern die Projekte.

Auftraggeber:

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) mit dem Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat (BMI)

Partnerin:

Arge studio urbane landschaften – bildung

weitere Partner:

Lärmkontor  GmbH (Datenbank), Runze & Casper Werbeagentur GmbH (Corporate Design)

Zentrale Aufgaben:

  • Inhaltliche und organisatorische Vorbereitung des Bundespreises
  • Aufbau und Pflege eine Projektdatenbank und einer Internetseite
  • Erarbeitung des Auslobungsunterlagen
  • Vorprüfung der eingereichten Projekte
  • Vorbereitung und Durchführung der Vorjury- und Jurysitzung
  • Preisverleihung und Mitwirkung an einer Fachveranstaltung und dem Erfahrungsaustausch
  • Auswertung des Verfahrens

Termine:

  • Veröffentlichung der Auslobung im Januar 2020
  • Ende der Einreichungsfrist: April 2020 (3 Monate offen)
  • Jurierung im Sommer 2020
  • Preisverleihung und Erfahrungsaustausch im September 2020

Ansprechpartnerinnen:

Simona Weisleder und Annika Schönfeld